Umsatz realisieren, steigern und ermitteln: Schöpfen Sie das versteckte Potenzial mit intelligentem Vertragsmanagement voll aus.

17. April, 2023 Martin Mohr

Die wirtschaftlichen Prognosen sind weiterhin verhalten. 

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des CEO-Beratungsunternehmens Teneo ergab, dass mindestens zwei Drittel der CEOs großer Unternehmen erwarten, dass die ersten sechs Monate des Jahres 2023 von einer "Verschlechterung der Kundennachfrage, der Branchenbedingungen, des Zugangs zu Kapital sowie des nationalen und globalen Wachstums" geprägt sein werden, berichtet das Wall Street Journal.

Angesichts der konjunkturellen Schwankungen benötigen Unternehmen datengestützte Erkenntnisse, um unabhängig von den wirtschaftlichen Bedingungen Einnahmen zu finden und zu sichern.

Aus diesem Grund ist Vertragsintelligenz zu einem Muss geworden: Verträge sind die Grundlage des Handels und definieren die Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Partnern. Durch die vollständige Transparenz der Vertragsdaten können Entscheider bereits im Unternehmen vorhandene Daten nutzen, um bisher verborgendes Umsatzpotenzial zu identifizieren. 

Im Folgenden werden drei Möglichkeiten beschrieben:

1. Schützen Sie ihren Umsatz durch die Einhaltung ihrer vertraglichen Verpflichtungen.

Wenn diese Verpflichtungen nicht eingehalten werden, kann sich das negativ auf den Gewinn auswirken. Laut Harvard Business Review verlieren Unternehmen durch ineffiziente Vertragspraktiken nicht nur Kunden, sondern auch 5-40 % des Vertragswerts.

Contract Intelligence hebt das Vertragsmanagement auf die nächste Stufe. Es hilft Unternehmen, aus statischen Vertragsdokumenten strukturierte, vernetzte und abrufbare Daten zu generieren.  Diese Vertragsinhalte können somit sinnvoll in Geschäftsprozesse eingebunden werden, was zu einer Prozessoptimierung führt und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften gewährleistet. Mit Contract Intelligence können Unternehmen ihr Wachstum vorantreiben, indem sie neue Erkenntnisse aus bestehenden Transaktionen ableiten und so ihr Geschäftsergebnis verbessern.

Ein Fortune-500-Unternehmen nutzte beispielsweise Contract Intelligence, um Verträge im Wert von 13,6 Milliarden US-Dollar zu digitalisieren und zu überwachen, die 85 % des gesamten Unternehmensumsatzes ausmachen. Das Unternehmen analysierte seine Vertragsdaten, um einen 360-Grad-Blick auf seine Verpflichtungen und Ansprüche zu erhalten und potenzielle Risiken aufzudecken. Die globalen Teams arbeiteten zusammen, nutzen die Single Source of Truth, um eine 94%ige Einhaltung aller Verpflichtungen zu gewährleisten, kostspielige Geldstrafen zu vermeiden und als zuverlässiger und vertrauenswürdiger Partner aufzutreten. Unser Kunde konnte nicht nur seine Margen schützen, sondern auch personelle Ressourcen effizienter einsetzen, da sich der administrative Aufwand erheblich verringert hat.

2. Beschleunigung des Cashflows durch Automatisierung 

Geschwindigkeit ist ein weiterer wichtiger wirtschaftlicher Faktor, der durch Contract Intelligence unterstützt wird.  Wenn Verträge schneller unterzeichnet werden können, beginnt auch die Vertragserfüllung früher und der Umsatz wird zeitnah verbucht.

Wie ein CFO es formulierte: "Wenn ich meine Vertriebs- und Geschäftsabteilung dazu bringen kann, Aufträge durchschnittlich nur einen Tag früher abzuschließen, ist das eine Verbesserung für mein Geschäft und meinen Gewinn. Geschwindigkeit ist in jedem Unternehmen wichtig!"

Verzögerte Abschlüsse können zu geänderten Bedingungen, Frustration auf Seiten aller Beteiligten und sogar zu einem völligen Abbruch der Verhandlungen führen.

Die Vertragsintelligenz trägt dem Bedürfnis nach Schnelligkeit in mehrfacher Hinsicht Rechnung. Erstens kann die Rechtsabteilung vorab genehmigte Vertragsvorlagen erstellen, die keiner weiteren Prüfung bedürfen, so dass der Vertrieb seine Geschäfte unabhängiger abwickeln und schneller zum Abschluss kommen kann, ohne dabei Kompromisse bei Risiko und Compliance einzugehen. Moderne Contract Intelligence Plattformen integrieren auch Kundendaten aus CRM-Systemen- sowie Angebots- und Preisdaten aus sogenannten CPQ-Systemen in den Vertragserstellungsprozess, um einen reibungslosen Abschluss und Datenkonsistenz zu ermöglichen. Und nach der Vertragsunterzeichnung beschleunigt die Vertragsintelligenz den Cashflow, indem sie die Rechnungsstellung und andere Geschäftsprozesse für den Vertrag automatisiert.

3. Aufdecken von Umsatzmöglichkeiten über Preisanpassungen

Wenn Sie alle Vertragsdetails sofort zur Hand haben, ist Ihr Unternehmen in Zeiten wirtschaftlicher Unbeständigkeit flexibler und anpassungsfähiger. Mit Contract Intelligence können Unternehmen schnell Parameter zur Preisanpassung umsetzen, wie z. B. Zahlungspläne oder Anpassungen an die Lebenshaltungskosten. Die Boston Consulting Group geht davon aus, dass Unternehmen durch die Verbesserung ihrer Vertragsprozesse ihre Gewinnspannen um 2 bis 4 % steigern können.

Unternehmen können die Vertragsintelligenz auch nutzen, um neue Umsatzpotentiale in den Verträgen zu identifizieren, was besonders wichtig ist, wenn geopolitische und konjunturelle Veränderungen die Margen über mehrere Quartale hinweg verringert haben. Eine fortschrittliche Vertragsplattform ermöglicht es Unternehmen, mithilfe von KI Bestandsverträge länder- und geschäftsbereichsübergreifend zu analysieren. Ein solch unternehmensweiter Überblick führt zu Effizienzsteigerungen und zu Einsparungen, da Lieferkonditionen unternehmensweit verglichen und optimiert werden. Preismengenrabatte können realisiert und Bedarfe gebündelt werden. Inflationsklauseln und vertraglich definierte Preisanpassungsmöglichkeiten werden identifiziert und umgesetzt. Vertragsintelligenz steigert somit auch den Umsatz durch die automatische Überwachung der Lieferbedingungen, um Kosten zu optimieren und Vertragsstrafen zu vermeiden, sowie durch die Verfolgung von Abweichungen von vereinbarten Konditionen und Rechnungsstellungen. Kürzlich analysierte ein Unternehmen erfolgreich 35.000 Dokumente in drei Wochen mithilfe einer auf Verträge trainierten KI, um inflationsbezogene Klauseln zu ermitteln. Durch die Analyse wurden nicht nur mehr als 50 Millionen Dollar an erwarteten Einnahmen ermittelt, indem versäumte Preisanpassungen aufgedeckt wurden, sondern das Unternehmen reduzierte auch die Gemeinkosten durch die Verringerung des manuellen Aufwands. Was mehr als 300 Mitarbeiter erfordert hätte, konnte von der KI erledigt werden.

Ausblick

Unabhängig vom Ausgang der heutigen wirtschaftlichen Situation sind Vertragsdaten zu wertvoll, als dass sie im Unternehmen ungenutzt bleiben dürften. Mit Vertragsintelligenz können Sie Vertragsdaten nutzbar machen und den tatsächlichen Wert aller Ihrer Verträge voll ausschöpfen, unabhängig davon, wie komplex sie sind.

Dank KI müssen Unternehmen nicht mehr monatelang warten, um den Wert ihrer Verträge zu erkennen. Die Daten, die sie benötigen, um den Umsatz zu steigern, können innerhalb weniger Wochen digitalisiert und genutzt werden. 

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Vertragsintelligenz Ihrem Unternehmen helfen kann, in Zeiten der Ungewissheit Stabilität zu entwickeln, schauen Sie sich unser Contract Value Toolkit an, das auf Studien von BCG, Forrester und anderen Analysten und führenden Beratungshäusern basiert.